Nachstell-Spiele: Kompressor, Delay, Hall, Sättigung, Gate
Fünf Spiele, in denen du gerasterte Regler drehst, bis deine Version wie ein verborgenes Ziel klingt – wie die Stufen wachsen, wie nach Gehör gewertet wird und was die Prozessoren sind.
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In einem Nachstell-Spiel benennst du keine Einstellung – du baust sie nach. Ein Stem läuft durch eine verborgene Einstellung (das Ziel). Du drehst Regler, bis Deins genauso klingt, und tippst auf Einstellung prüfen. Die fünf Spiele sind Kompressor nachstellen, Delay-Zeit nachstellen, Hallzeit nachstellen, Sättigung nachstellen und Gate nachstellen. Alle fünf stehen in der Reihe Mix Engineering und laufen auf der Leiter mit acht Stufen (siehe Stufenleiter).
So läuft eine Runde
- Der Schalter Original / Ziel / Deins wählt, was du hörst. Der Stem läuft in Schleife; beim Umschalten bleibt die Stelle in der Musik, ohne Klicks.
- Dreh die Regler. Sie bewegen sich in Schritten; ausgegraute Regler stehen auf dieser Stufe fest. Lässt du einen Regler los, wird Deins mit der neuen Einstellung neu berechnet.
- Tipp auf Einstellung prüfen. Das Ergebnis zeigt, wie weit die beiden klanglich auseinanderliegen, die Ziel-Einstellung und, wo es eins gibt, das Bild von beiden. Der Schalter bleibt, du kannst Ziel und Deins also noch einmal vergleichen.
Jede Version spielt so laut wie das Original. Eine stärkere Einstellung klingt nie einfach „lauter“ – du hörst auf die Bewegung, die Zeit oder den Dreck, nicht auf den Pegel.
Gewertet nach Gehör, nicht nach Reglerstellung. Jedes Spiel vergleicht, was die beiden Versionen mit dem Klang machen. Zwei Einstellungen, die gleich klingen, bekommen gleich viele Punkte, auch wenn die Regler verschieden stehen.
Das Bild verblasst. Auf den Stufen 1–2 zeigt ein Bild Ziel und Deins, auf den Stufen 3–4 nur Deins, ab Stufe 5 nichts mehr. Punkte mit Bild zählen ×0,5 (beide) oder ×0,85 (nur Deins), und nur Antworten ohne Bild zählen als richtig – siehe Stufenleiter.
Diese Spiele laufen auf unseren eigenen Modellen eines Kompressors, eines Delays, eines Halls, einer Sättigung und eines Gates, geschrieben für SoundSense. Dasselbe Modell macht den Klang und die Wertung. Sie emulieren kein Produkt.
Kompressor nachstellen
Die Regler wachsen mit der Stufe:
| Stufe | Du stellst ein | Der Rest steht fest auf |
|---|---|---|
| 1–2 | Threshold (−2 bis −18 dB, in 2-dB-Schritten) | Ratio 4:1, Attack 10 ms, Release 120 ms |
| 3–4 | Attack (0,3–100 ms) und Release (30–1000 ms) | Threshold so, dass dieser Stem um etwa 7 dB heruntergeregelt wird |
| 5–6 | Threshold und Ratio (1,5:1 bis 10:1) | Attack 10 ms, Release 120 ms |
| 7–8 | alle vier | – |
Ungerade Stufen ziehen das Ziel aus den deutlicheren Einstellungen, gerade aus dem ganzen Bereich. Threshold bezieht sich auf den mittleren Pegel des Clips, damit dieselbe Einstellung jeden Stem gleich stark zudrückt. Das Make-up-Gain ist automatisch.
- Das Modell: ein Feed-forward-Kompressor mit RMS-Detektor, 6 dB Soft Knee und Attack und Release in dB.
- Das Bild: die Linie der Pegelreduktion jeder Version über die ersten Sekunden der Schleife.
- Punkte: wie ähnlich die beiden Regelbewegungen klingen, gewichtet mit der Musik (ein Unterschied in der Stille zählt nicht) – innerhalb von 0,5 dB 100, 1 dB 80, 2 dB 50.
Delay-Zeit nachstellen
Stell die Delay-Zeit ein, bis deine Echos dort landen, wo die des Ziels landen. Feedback (35 %) und Mix stehen fest; nur die Zeit ändert sich. Bereich 80–700 ms.
- Stufen 1–2: Notenwerte bei einem Tempo, das die Frage nennt (90–130 BPM), etwa 1/8, punktierte 1/8 oder 1/4. Das Bild zeigt, wo die Echos eines Schlags landen.
- Stufen 3–4: Millisekunden in Schritten von etwa 10 %.
- Stufen 5–6: Schritte von etwa 5 %. Stufen 7–8: etwa 2,5 %.
- Punkte: danach, wie weit die Zeiten auseinanderliegen – innerhalb von 3 % 100, 7 % 80, 15 % 50. 10 % zu lang und 10 % zu kurz zählen gleich.
Jede Wiederholung ist etwas dunkler als die vorige, durch einen Tiefpass in der Rückkopplung.
Hallzeit nachstellen
Stell die Hallzeit (RT60, die Zeit, in der die Fahne um 60 dB abfällt) ein, bis deine Fahne so ausklingt wie die des Ziels. Pre-Delay und Mix stehen fest, und der Hall ist bei jeder Hallzeit gleich laut. Bereich 0,4–4 s.
- Schritte: etwa 30 % auf den Stufen 1–2, 22 % auf 3–4, 16 % auf 5–6 und 12 % auf 7–8.
- Das Modell: ein Feedback-Delay-Netzwerk mit acht Leitungen, das auf jeder Frequenz mit der eingestellten RT60 ausklingt.
- Das Bild: der Abfall auf −60 dB jeder Version.
- Punkte: innerhalb von 8 % 100, 16 % 80, 32 % 50.
Hör auf die Lücken zwischen den Noten: wie lange die Fahne noch steht.
Sättigung nachstellen
Stell den Drive ein, bis Deins so kratzt wie das Ziel. Der Ausgang wird automatisch auf gleiche Lautheit angeglichen, also hör auf den Dreck, nicht auf den Pegel. Der Drive bezieht sich auf den Durchschnittspegel des Clips, 0–30 dB.
- Schritte: 6 dB auf den Stufen 1–2, 4 dB auf 3–4, 3 dB auf 5–6 und 2 dB auf 7–8.
- Das Modell: ein Soft Clip, der eine Hälfte der Schwingung etwas früher biegt als die andere – so entstehen gerade und ungerade Obertöne.
- Das Bild: die Übertragungskurve – Eingang nach rechts, Ausgang nach oben.
- Punkte: danach, wie viel Verzerrung jede Version hinzufügt – innerhalb von 1,5 dB 100, 3,5 dB 80, 7 dB 50. Hohe Drives verzerren ähnlicher als niedrige und werden entsprechend gewertet.
Gate nachstellen
Stell das Gate ein, bis es die leisen Stellen so abschneidet wie das Ziel.
| Stufe | Du stellst ein |
|---|---|
| 1–2 | Threshold |
| 3–4 | Release (10–800 ms); der Threshold steht so, dass das Gate etwa ein Drittel der Zeit geschlossen ist |
| 5–6 | Threshold und Release |
| 7–8 | Threshold, Release und Range |
Der Threshold bezieht sich auf die lauteste Spitze des Clips (−6 bis −42 dB). Das Gate öffnet am Threshold und schließt 4 dB darunter, nach 20 ms Hold.
- Das Bild: die Verstärkung des Gates über die Zeit, für jede Version.
- Punkte: wie ähnlich die beiden Pegelbewegungen klingen, während ein Gate arbeitet – innerhalb von 1,5 dB 100, 4 dB 80, 8 dB 50.
Hör auf die Enden der Noten: was abgeschnitten wird und wie schnell.
Auf einem Handylautsprecher
Alle fünf Spiele laufen im Handylautsprecher-Modus, in Mono und ohne Bass-Stems. „Kompressor nachstellen“ lässt außerdem Stems weg, deren Energie größtenteils unter 400 Hz liegt – dort würde ein Handylautsprecher das Pumpen verschlucken. Siehe Wiedergabegeräte.
Danke für die Rückmeldung.